(Kein) Handicap im Liebesleben?

Zwei Magazine auf Spurensuche

REHACARE.de macht „Doppelte Randgruppen“ zum Thema des Monats August 2008. Das Magazin Handicap widmet sich in Sommerausgabe 2008 dem Liebesleben und schon 2004 dem „unsichtbaren Handicap“.

„Doppelte Randgruppen“ sind das Thema des Monats August 2008 unter REHACARE.de. Es handelt sich dabei um das Internetportal der jährlichen Rehacare-Messe in Düsseldorf.

Zum einen gibt es hier ein Interview mit einer alleinerziehenden Mutter eines behinderten Kindes. Zum anderen finden sich Erfahrungsberichte von Corrie Peters und Thomas Rattay zur Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Behinderung.

Die Rehacare-Messe ist alljährlich einer der zentralen Anlaufpunkte kommerzieller, wie auch sozialer Akteure rund um das Thema Behinderung. Das nächste Mal findet sie statt vom 15.-18.10.2008.

Unter dem Titel „Das unsichtbare Handicap“ beleuchtete die Zeitschrift „Handicap“ bereits 2004 sehr ausführlich die Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Behinderung.

Der LAG queerhandicap NRW liegt nun die Handicap-Ausgabe Sommer 2008 vor. Das „Magazin für Lebensqualität“ – so der Untertitel – stellt sich hier mit einem wiederum ausführlichen Schwerpunkt dem „Handicap im Liebesleben“.

Eine Reihe der mannigfaltigen Aspekte des Themas werden berührt:

  • Wie vertragen sich Liebesleben und Assistenzbedarf?
  • Welche Liebestechniken und Hilfsmittel sind für mich geeignet?
  • Welche Verhütungsmethode paßt zu welcher Behinderung?
  • Was ist zu beachten bei Inkontinenz?
  • Wie ist meine Behinderung vereinbar mit einem Kinderwunsch?
  • Wie komme ich in einen Swingerclub?

Vorgestellt wird ferner die Arbeit der „Schatzkiste“, einer Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung. Abgerundet wird das Ganze mit Hinweisen auf weiterführende Literatur und einigen Linkempfehlungen.

Weitere Infos:
 http://www.rehacare.de
 http://www.handicap.de

http://www.handicap.de/modules.php?name=News&file=article&sid=132

Bildquelle:
Archiv queerhandicap

Ursula Eggli unvergessen

„Mein Abschied soll ein Fest sein“

Villa Donnersmark in Berlin lädt am 04.07.08 zu einem gemeinsamen Erinnern an Ursula Eggli.

Ursula Eggli, Schriftstellerin und Kämpferin für Verständnis und Anerkennung, ist in der Nacht zum 2. Mai 2008 gestorben.

Die Villa Donnersmark in Berlin lädt nun am 04.07.08 zu einem Abend des Erinnerns und des Abschieds: „Villa Talk: Ursula Eggli unvergessen“.

In ihrem 1977 veröffentlichtes Buch „Herz im Korsett“ beschreibt sie erstmalig die Situation einer behinderten Frau, „die den herkömmlichen Erwartungen an die Rolle einer Frau als (Sexual-)Partnerin und Mutter nicht entspricht.“. Das Werk gilt als Meilenstein der Behinderten- und Frauenbewegung. (vgl. Weiberzeit Nr. 6, Januar 2005, Seite 8)

Später verliebt sie sich in eine Frau. „Ursula ist mit dabei, als sich Anfang der neunziger Jahre behinderte Lesben und Schwule im Waldschlößchen bei Göttingen treffen, um sich gegenseitig über Diskriminierungen auszutauschen und an die Öffentlichkeit zu treten.“ (ebenda).

Eggli riet Lesben und Schwulen mit Behinderung: „Es ist wichtig, dass wir ein stolzes Bewusstsein entwickeln, als Andersseiende, als Freaks, weg von der Norm. Dann können wir vielleicht auch solidarisch sein miteinander.“ (Eggli: ‚Normal‘ ist für einen Freak das schlimmste Schimpfwort. In: Magnus, Heft 12, 1994, Seite 31)

Am 04. Juli 2008 sind nun Freundinnen Egglis zu Gast in der Berliner Villa Donnersmarck. Birgit Stenger, Daniela von Raffay und Petra Wittrin kommen zum Villa Talk, bei dem ursprünglich Ursula Eggli ihre Lebensgeschichten erzählen wollte.

Weitere Infos zum Villa Talk am 04.07.08:

https://www.fdst.de/aktuellesundpresse/aktuell/2008/ursulaeggli/

Bildquelle:
bizeps.at

Vorstand queerhandicap e.V.

queerhandicap e.V. ist ein beim Amtsgericht Köln eingetragener Verein. Die Mitgliederversammlung wählt einen Vorstand. Als Vorstandsmitglieder zugelassen sind nur Personen mit einer Behinderung. Der Vorstand führt nach § 10 der Satzung die Geschäfte des Vereins zwischen zwei Mitgliederversammlungen. Alle Mitglieder der Vorstands sind gleichberechtigt und dürfen den Verein auch alleine vertreten.

Fragen an den Vorstand? – Tritt mit uns in Kontakt!


Amtierender Vorstand

Die Mitglieder des amtierenden fünften Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 29.09.2018 gewählt. Die Amtszeit beträgt regulär zwei Jahre. Es sind in der Fotogallerie oben von links nach rechts:

  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]
  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]
  • Stefan Roßteuscher [Jahrgang 1981 | München]

Immer wieder beweisen Mitglieder des Vereins Mut, in die Verantwortung als Vorstand zu gehen. Blick mit uns auf die Vorstände seit Vereinsgründung.

Gründungsvorstand queerhandicap e.V.

Gruppenfoto Vorstand queerhandicap e.V. 2010

Amtszeit 2010 – 2012

Die Mitglieder des ersten Vorstands wurden bei der Gründungsversammlung am 26.06.2010 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 14.04.2012. Es sind auf dem Foto oben von links nach rechts:

  • Oskar Wagner [Jahrgang 1982 | Lörrach]
  • Corrie Peters [Jahrgang 1964 | Köln]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]

*Empowerment: Projektteam

Projektteam Empowerment

queerhandicap e.V. leistet Empowerment. Im Rahmen des Projekts „NRW LSBTIQ* inklusiv“ werden LSBTIQ* mit Behinderung ermutigt, sich für eigene Belange stark zu machen. Die LAG Lesben in NRW e.V. als Trägerin des Projekts hat uns zu diesem Zweck ein zweiköpfiges Projektteam an die Seite gestellt. Die beiden stellen sich hier kurz vor:

Björn Reinsch, Projektkoordination:

„Hallo zusammen, ich bin Björn, 35 Jahre jung und wohne in Düsseldorf. In der Behindertenhilfe arbeite ich als Sozialarbeiter und Sozialpädagoge. Seit Februar 2020 bin ich Projektkoordinator bei queerhandicap. Meine Aufgabe ist es, die Planung und Durchführung anstehender Projekte, wie dem Fachtag, tatkräftig zu unterstützen. Ich freue mich sehr, ab sofort ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein und den Weg von queerhandicap mitzugehen.“

Uwe Augustin, Öffentlichkeitsarbeit:

„Hallo zusammen, ich bin Uwe, 59 Jahre alt und ne echte Düsseldorfer Jong. ich arbeite freiberuflich in den Arbeitsfeldern Geschichte, Sport, sexualisierte Gewalt, Rassismus, Diskriminierung, Rechtsextremismus und Internetgefahren. Ich gehöre in Düsseldorf zur Initiative „SchwulLesbische Geschichte“ und zur „AG LSBT-Denkmal“. Mit großer Freude arbeite ich in dem Projekt mit, bei dem ich für die Kommunikation nach außen und für den Newsletter zuständig bin.“

* Trialog: Fachtag

Fachtag mal anders?

queerhandicap e.V. geht in den Trialog. Drei Adressatenkreise werden angesprochen:

  • LSBTIQ* mit Behinderung
  • Akteure in der Lebenswelt von LSBTIQ*
  • Akteure in der Lebenswelt von von Menschen mit Behinderung

queerhandicap e.V. lädt gemeinsam mit BIE Queer e.V. zu einem gemeinsamen Fachtag im November 2020. Angehörige aller drei Adressatenkreise des Trialogs sind herzlich willkommen.

LSBTIQ* mit Behinderung wollen vor allem die Vernetzung voranbringen. Wer beim Fachtag nicht fehlen darf ergibt sich aus einer vorläufigen Liste mit Wunschkandidaten.

Themen des Fachtags sollen sein:

  • Bedarfe und Vorstellungen von LSBTIQ* mit Behinderung bezüglich Leben und Teilhabe
  • Bestandsaufnahme existierender Angebote von und für LSBTIQ* mit Behinderung
  • Entwickeln von Visionen und Strategien für ein offenes und selbstbewusstes Leben und mehr Miteinander

Der Fachtag verfolgt darüber hinaus nachfolgende Ziele:

  • Sichtbarkeit von LSBTIQ* mit Behinderung in ihren individuellen Lebenswelten erhöhen
  • Bekanntheitsgrad von queerhandicap in den genannten Adressatengruppen erhöhen
  • Implementierung einer Vernetzungsstruktur für die Belange von LSBTIQ* mit Behinderung
  • Öffnung vorhandener Strukturen in allen Lebenswelten von LSBTIQ* mit Behinderung im Hinblick auf Teilhabe und Inklusion

Der Fachtag ist eingebettet in das Forum queerhandicap 2020, veranstaltet von queerhandicap e.V. – Die Bielefelder Initiative BIE Queer e.V. und queerhandicap e.V. gestalten den Fachtag gemeinsam.

BIE Queer e.V. wird beim Fachtag Ergebnisse der Befragung von LSBTIQ* mit Behinderung der Öffentlichkeit vorstellen. Mögliche Folgerungen daraus können gemeinsam mit allen Beteiligten erörtert werden.

Eine Dokumentation des Fachtags soll Chancen und Herausforderungen der Teilhabepolitik für LSBTIQ* herausstellen.

queerhandicap e.V. und BIE Queer e.V. sind über ein gemeinsames Projekt miteinander verbunden. Trägerin des Projekts ist die LAG Lesben in NRW e.V. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (= MKFFI NRW). Der Name des Projekts lautet „NRW LSBTIQ* inklusiv“.

Rat & Hilfe

Neben der allgemeinen Beratung durch den Verein stehen wir in Kontakt mit LSBTIQ* mit Behinderung, die sich in ihrer Stadt oder ihrer Region als Ansprechpersonen zur Verfügung halten.

Du findest regionale Ansprechpersonen in …

Basel | Berlin | Bremen | Düsseldorf | Frankfurt am Main | Gevelsberg | Hamburg | Heidelberg | Kiel | Köln | Lörrach | München | Westerland (Sylt) | Wien

80469 München \\ Angebot \\

Beratung und Patenschaften

für schwule Männer – mit und ohne Handicap

Das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Sub setzt sich für Dich ein, für ein selbstbestimmtes Leben schwuler Männer in München. Im Zentrum der Arbeit steht der „respektvolle Umgang miteinander“ und die „Verwirklichung gelungener sozialer Beziehungen“.

In der Beratungsstelle des Sub gibt es psychosoziale Beratung, Paar- und Suchtberatung, ein Antigewalt- und ein Migrationsprojekt. Außerdem leitet die Beratungsstelle immer wieder Psychotherapie- und Selbsthilfegruppen, etwa eine Coming-Out-Gruppe für Männer im Alter von 30 Jahren und älter.

Das Sub bietet seit einigen Jahren Alten, Menschen mit Behinderung und sozial Bedürftigen einen Besuchs- und Begleitdienst an. Ehrenamtliche Mitarbeiter übernehmen dabei Patenschaften. Du suchst einen Paten, der Dir unter der Woche ein wenig unter die Arme greift, Zeit mit Dir teilt, Dich unterstützt? Einfach melden beim Sub! Geschult werden die Paten von der Beratungsstelle des Sub.

Sub e.V.
Beratungsstelle für schwule Männer
Müllerstr. 14b | 80469 München
Hinweis zur Barrierefreiheit rund um das Sub München

Kontakt:
089 – 856 34 64 -24
beratung@subonline.org

Weitere Infos: https://www.subonline.org/schwul_in_muenchen/beratung/patenschaften_fuer_aeltere_schwule/mrand.de

Stand: April 2020

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Nun ist er endlich da: Der neue neugestaltete Newsletter!

Über ihn erreichen Dich auf schnellem Wege und in knapper und übersichtlicher Form Informationen aus dem Verein. Auch andere Infos von und für LSBTIQ* mit Behinderung geben wir hier gerne weiter:

  • Berichte über durchgeführte Veranstaltungen und Aktionen
  • Einladungen und Aufrufe zu bevorstehenden Aktivitäten von queerhandicap und lokalen Gruppen von LSBTIQ* mit Behinderung
  • Infos aus den Lebenswelten von LSBTIQ* und von Menschen mit Behinderung.

Berichte und Infos in ausführlicher Form sowie viele weitere Tipps gibt es dann hier auf unserer Website unter www.queerhandicap.de

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