Bitte vormerken: AUF ZU NEUEN UFERN

queerhandicap e.V. lädt zu Fachtag und Forum

queerhandicap e.V. lädt am Freitag, 20.11.2020 zu einem Fachtag in die Jugendherberge Düsseldorf. Das Motto lautet: „AUF ZU NEUEN UFERN – Inklusion ohne Barrieren“.

queerhandicap e.V. lädt darüber hinaus unter gleichem Motto an gleichem Ort vom 19.-22.11.2020 zum Forum queerhandicap 2020.

Der Fachtag wird also – wenn er in analoger Form stattfinden kann – eingebettet sein in das Forum. Mit beiden Formaten geht queerhandicap e.V. in den Trialog. Drei Adressatenkreise werden angesprochen:

  • LSBTIQ* mit Behinderung
  • Akteure in der Lebenswelt von LSBTIQ*
  • Akteure in der Lebenswelt von von Menschen mit Behinderung

queerhandicap e.V. wird den Fachtag am 20.11.2020 in Zusammenarbeit mit BIE Queer e.V. gestalten. Die weiteren Forumstagen bieten sich zur Vertiefung an. Angehörige aller drei Adressatenkreise des Trialogs sind daher zur Teilnahme auch an einem Teil der Forumstage oder auch aller Forumstage in Gänze herzlich willkommen.

Genauere Infos zu Anmeldung und Teilnahme folgen noch. Bitte die Daten schon mal vormerken und im Kalender freihalten – SAVE THE DATE!

LSBTIQ* mit Behinderung wollen vor allem die Vernetzung voranbringen. Wer bei Fachtag und Forum nicht fehlen darf ergibt sich aus einer vorläufigen Liste mit Wunschkandidaten.

Themen des Fachtags sollen sein:

  • Bedarfe und Vorstellungen von LSBTIQ* mit Behinderung bezüglich Leben und Teilhabe
  • Bestandsaufnahme existierender Angebote von und für LSBTIQ* mit Behinderung
  • Entwickeln von Visionen und Strategien für ein offenes und selbstbewusstes Leben und mehr Miteinander

Der Fachtag verfolgt darüber hinaus nachfolgende Ziele:

  • Sichtbarkeit von LSBTIQ* mit Behinderung in ihren individuellen Lebenswelten erhöhen
  • Bekanntheitsgrad von queerhandicap in den genannten Adressatengruppen erhöhen
  • Implementierung einer Vernetzungsstruktur für die Belange von LSBTIQ* mit Behinderung
  • Öffnung vorhandener Strukturen in allen Lebenswelten von LSBTIQ* mit Behinderung im Hinblick auf Teilhabe und Inklusion

Sollte der Fachtag coronabedingt nicht in analoger Form durchführbar sein, ist eine Umstellung auf eine digitale Alternative kurzfristig möglich und bereits vorbereitet.

BIE Queer e.V. wird beim Fachtag Ergebnisse einer Befragung von LSBTIQ* mit Behinderung der Öffentlichkeit vorstellen. Mögliche Folgerungen daraus können gemeinsam mit allen Beteiligten erörtert werden.

Eine Dokumentation des Fachtags soll Chancen und Herausforderungen der Teilhabepolitik für LSBTIQ* herausstellen.

queerhandicap e.V. und BIE Queer e.V. sind über ein gemeinsames Projekt miteinander verbunden. Trägerin des Projekts ist die LAG Lesben in NRW e.V. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (= MKFFI NRW). Der Name des Projekts lautet „NRW LSBTIQ* inklusiv“.

Die Befragung von BIE Queer e.V. endet am 20. Juli 2020. queerhandicap e.V. startete einen Aufruf zur Beteiligung.

Weitere Informationen über das genannte Projekt hier bei uns unter: NRW LSBTIQ* inklusiv

Nochmals der Hinweis: Genauere Infos zu Anmeldung und Teilnahme folgen noch. Bitte die Daten schon mal vormerken und im Kalender freihalten – SAVE THE DATE!

Queerpolitisch in Bremen

queerhandicap e.V. im queerpolitischen Beirat der Bremischen Bürgerschaft

Der queerpolitische Beirat der Bremischen Bürgerschaft ist im Februar 2020 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Politik und Verwaltung treffen hier jetzt regelmäßig auf Akteure aus dem LSBTIQ*-Bereich. Gemeinsam werden queerpolitische Belange in den Blick genommen.

queerhandicap e.V. hat einen eigenen Sitz in diesem Gremium. Weitere hier vertretene Organisationen aus dem LSBTIQ*-Spektrum sind:

  • Rat&Tat-Zentrum für queeres Leben e. V.
  • Trans-Recht e. V.
  • Verein Intersexuelle Menschen e. V.
  • CSD Bremen e. V.
  • Lesben- und Schwulenverband Niedersachsen-Bremen e. V.
  • belladonna e. V.
  • Queeraspora

Bereits im September 2019 beschloss die Bremische Bürgerschaft die Einberufung eins Queerpolitischen Beirats. Der Beirat soll die weitere Umsetzung des Landesaktionsplans gegen Homo-, Trans- und Interphobie begleiten und der Bürgerschaft regelmäßig berichten.

Reiner Neumann, der seit 1995 im Vorstand des Rat&Tat-Zentrums aktiv ist, hebt die Bedeutung des wieder regelmäßig stattfindenden CSD in Bremen hervor. Der Vorstand von queerhandicap e.V. hat beim CSD Bremen 2019 an der Seite von Norbert Eiben, queerhandicap-Urgestein aus Bremerhaven, Flagge gezeigt für LSBT mit Behinderung.

Die taz vom 10.09.2019 zitiert Reiner Neumann mit den Worten: „Queerpolitik ist ein Querschnittsthema und soll in alle Lebensbereiche Eingang finden“

Norbert Eiben leistet in dieser Hinsicht einen wichtigen Beitrag. Er hat sich einen Namen gemacht als Vertreter von „queerhandicap waterkant“. Er ist für queerhandicap e.V. Ansprechperson für LSBTIQ* mit Behinderung in Bremen und umzu. Als Delegierter des Vereins im queerpolitischen Beirat der Bremischen Bürgerschaft gibt er LSBTIQ* mit Behinderung ein ganz eigenes Profil.

Robert Dadanski, Vertreter des CSD Bremen e.V. im Queerpolitischen Beirat, schildert hier seine persönliche Sicht auf den Stand der Dinge: https://robert.dadanski.de/beginn-konstitution-queerpolitischer-beirat/

Quelle: Norbert, März 2020

Reto, Hannes, Max

hinnerk über Schwule mit Behinderung

Das Hamburger Magazin „hinnerk“ gibt einen Einblick in das Leben von Schwulen mit Behinderung. Die Septemberausgabe 2008 bietet O-Ton von Betroffenen und ein paar weitergehende Infos.

Die Septemberausgabe 2008 der hinnerk porträtiert drei Schwule mit Behinderung.

Vorgestellt wird Reto. Aufgewachsen in Südafrika, gründete er vor drei Jahren die Selbsthilfegruppe „SBH – Schwul und Behindert Hamburg“. Reto wehrt sich gegen Zurücksetzung, etwa während seiner Zeit in einer Werkstatt für Behinderte: „In dieser Einrichtung habe ich mich nach langer Zeit wieder behindert gefühlt“. Eine Fachfrau fordert mehr Respekt und Offenheit, auch im Bereich Sexualität: „Aufklärung ist das A und O! Je besser unsere Bewohner aufgeklärt sind, desto besser können sie mit ihrer Sexualität umgehen“.

Vorgestellt wird Hannes. Er ist gehörlos und bewegt sich selbstbewußt durch die Homo-Szene. Vielen anderen Lesben und Schwule mit Behinderungen geht es offenbar nicht so. Der Beitrag verdeutlicht, woran das liegt und was man tun kann.

Vorgestellt wird Maximilian Dorner. Er ist Autor des Buches „Mein Dämon ist ein Stubenhocker“. Offensiv konfrontiert er dort den Leser mit seinem Leben mit MS. Doppelt diskriminiert fühle er sich aber nicht: „Nur wenige Männer kommen mit mir klar – aber das war schon vor meiner Erkrankung so. Durch sie werde ich nur noch radikaler“.

Weitere Infos: hinnerk, Ausgabe September 2008, Seite 8 ff.

Bildquelle:
Archiv queerhandicap