Alle Beiträge von Andreas Schnier

Reto, Hannes, Max

hinnerk über Schwule mit Behinderung

Das Hamburger Magazin „hinnerk“ gibt einen Einblick in das Leben von Schwulen mit Behinderung. Die Septemberausgabe 2008 bietet O-Ton von Betroffenen und ein paar weitergehende Infos.

Die Septemberausgabe 2008 der hinnerk porträtiert drei Schwule mit Behinderung.

Vorgestellt wird Reto. Aufgewachsen in Südafrika, gründete er vor drei Jahren die Selbsthilfegruppe „SBH – Schwul und Behindert Hamburg“. Reto wehrt sich gegen Zurücksetzung, etwa während seiner Zeit in einer Werkstatt für Behinderte: „In dieser Einrichtung habe ich mich nach langer Zeit wieder behindert gefühlt“. Eine Fachfrau fordert mehr Respekt und Offenheit, auch im Bereich Sexualität: „Aufklärung ist das A und O! Je besser unsere Bewohner aufgeklärt sind, desto besser können sie mit ihrer Sexualität umgehen“.

Vorgestellt wird Hannes. Er ist gehörlos und bewegt sich selbstbewußt durch die Homo-Szene. Vielen anderen Lesben und Schwule mit Behinderungen geht es offenbar nicht so. Der Beitrag verdeutlicht, woran das liegt und was man tun kann.

Vorgestellt wird Maximilian Dorner. Er ist Autor des Buches „Mein Dämon ist ein Stubenhocker“. Offensiv konfrontiert er dort den Leser mit seinem Leben mit MS. Doppelt diskriminiert fühle er sich aber nicht: „Nur wenige Männer kommen mit mir klar – aber das war schon vor meiner Erkrankung so. Durch sie werde ich nur noch radikaler“.

Weitere Infos: hinnerk, Ausgabe September 2008, Seite 8 ff.

Bildquelle:
Archiv queerhandicap

(Kein) Handicap im Liebesleben?

Zwei Magazine auf Spurensuche

REHACARE.de macht „Doppelte Randgruppen“ zum Thema des Monats August 2008. Das Magazin Handicap widmet sich in Sommerausgabe 2008 dem Liebesleben und schon 2004 dem „unsichtbaren Handicap“.

„Doppelte Randgruppen“ sind das Thema des Monats August 2008 unter REHACARE.de. Es handelt sich dabei um das Internetportal der jährlichen Rehacare-Messe in Düsseldorf.

Zum einen gibt es hier ein Interview mit einer alleinerziehenden Mutter eines behinderten Kindes. Zum anderen finden sich Erfahrungsberichte von Corrie Peters und Thomas Rattay zur Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Behinderung.

Die Rehacare-Messe ist alljährlich einer der zentralen Anlaufpunkte kommerzieller, wie auch sozialer Akteure rund um das Thema Behinderung. Das nächste Mal findet sie statt vom 15.-18.10.2008.

Unter dem Titel „Das unsichtbare Handicap“ beleuchtete die Zeitschrift „Handicap“ bereits 2004 sehr ausführlich die Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Behinderung.

Der LAG queerhandicap NRW liegt nun die Handicap-Ausgabe Sommer 2008 vor. Das „Magazin für Lebensqualität“ – so der Untertitel – stellt sich hier mit einem wiederum ausführlichen Schwerpunkt dem „Handicap im Liebesleben“.

Eine Reihe der mannigfaltigen Aspekte des Themas werden berührt:

  • Wie vertragen sich Liebesleben und Assistenzbedarf?
  • Welche Liebestechniken und Hilfsmittel sind für mich geeignet?
  • Welche Verhütungsmethode paßt zu welcher Behinderung?
  • Was ist zu beachten bei Inkontinenz?
  • Wie ist meine Behinderung vereinbar mit einem Kinderwunsch?
  • Wie komme ich in einen Swingerclub?

Vorgestellt wird ferner die Arbeit der „Schatzkiste“, einer Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung. Abgerundet wird das Ganze mit Hinweisen auf weiterführende Literatur und einigen Linkempfehlungen.

Weitere Infos:
 http://www.rehacare.de
 http://www.handicap.de

http://www.handicap.de/modules.php?name=News&file=article&sid=132

Bildquelle:
Archiv queerhandicap

Ursula Eggli unvergessen

„Mein Abschied soll ein Fest sein“

Villa Donnersmark in Berlin lädt am 04.07.08 zu einem gemeinsamen Erinnern an Ursula Eggli.

Ursula Eggli, Schriftstellerin und Kämpferin für Verständnis und Anerkennung, ist in der Nacht zum 2. Mai 2008 gestorben.

Die Villa Donnersmark in Berlin lädt nun am 04.07.08 zu einem Abend des Erinnerns und des Abschieds: „Villa Talk: Ursula Eggli unvergessen“.

In ihrem 1977 veröffentlichtes Buch „Herz im Korsett“ beschreibt sie erstmalig die Situation einer behinderten Frau, „die den herkömmlichen Erwartungen an die Rolle einer Frau als (Sexual-)Partnerin und Mutter nicht entspricht.“. Das Werk gilt als Meilenstein der Behinderten- und Frauenbewegung. (vgl. Weiberzeit Nr. 6, Januar 2005, Seite 8)

Später verliebt sie sich in eine Frau. „Ursula ist mit dabei, als sich Anfang der neunziger Jahre behinderte Lesben und Schwule im Waldschlößchen bei Göttingen treffen, um sich gegenseitig über Diskriminierungen auszutauschen und an die Öffentlichkeit zu treten.“ (ebenda).

Eggli riet Lesben und Schwulen mit Behinderung: „Es ist wichtig, dass wir ein stolzes Bewusstsein entwickeln, als Andersseiende, als Freaks, weg von der Norm. Dann können wir vielleicht auch solidarisch sein miteinander.“ (Eggli: ‚Normal‘ ist für einen Freak das schlimmste Schimpfwort. In: Magnus, Heft 12, 1994, Seite 31)

Am 04. Juli 2008 sind nun Freundinnen Egglis zu Gast in der Berliner Villa Donnersmarck. Birgit Stenger, Daniela von Raffay und Petra Wittrin kommen zum Villa Talk, bei dem ursprünglich Ursula Eggli ihre Lebensgeschichten erzählen wollte.

Weitere Infos zum Villa Talk am 04.07.08:

https://www.fdst.de/aktuellesundpresse/aktuell/2008/ursulaeggli/

Bildquelle:
bizeps.at

10783 Berlin \\ Szene-Tipp \\

Lesbenberatung Berlin

Ort für Kommunikation, Kultur, Bildung und Information e.V.

Kulmer Str. 20a | 10783 Berlin-Schöneberg
U Bülowstraße (Aufzug!)

Hier gibt es Angebote speziell für Lesben, Bisexuelle und Trans* mit Behinderungen.

Die Lesbenberatung Berlin versteht sich als „Beratungs- und Kommunikationszentrum (…) für lesbische und bisexuelle Frauen und Mädchen, Trans* sowie alle Frauen und Mädchen in Krisen- und Konfliktsituationen – egal welchen Alters, welcher Nation und welcher Kultur.“ Es gibt Beratung, Einzel- und Paartherapie, regelmäßige Gruppenangebote, Kaffee, Kekse und Kontakte sowie eine Bibliothek zum Schmökern und Ausleihen von Büchern.

Die Räume der Lesbenberatung im vierten Stock sind nach einer Spendenaktion seit Dezember 2007 über einen eingebauten Fahrstuhl stufenlos erreichbar. Türschwellen wurden abgesenkt, die Sanitäreinrichtungen rollstuhlgerecht gestaltet. Einige Tische sind unterfahrbar. Auf Anfrage werden Beratungen und Veranstaltungen mit einer Gebärdendolmetscherin durchgeführt.

ÖPNV-Anschluss ab Hauptbahnhof:

Mit S-/U-Bahn: S-Bahn-Linien 5, 9 oder 75 (Richtung Westkreuz/Spandau) bis Bahnhof Zoologischer Garten. Dort umsteigen in die U-Bahn-Linie 2 (Richtung Potsdamer Platz, Pankow) bis Bülowstraße. Zur Lesbenberatung der Bülowstraße in Fahrtrichtung folgen, anschließend der abzweigenden Kulmer Straße. Das Ziel befindet sich nach etwa 400 m auf der rechten Seite.

Mit Niederflurbus: M 85 bis Goebenstraße.

Weitere Infos sowie die aktuellen Öffnungszeiten:
 https://www.lesbenberatung-berlin.de

Stand: Mai 2012

Mitglied werden

Mitglied werden bei queerhandicap e.V.

Mit vereinten Kräften

Mitglied werden können alle, die die Anliegen des Vereins unterstützen.

Einzelpersonen und bestehende Gruppen von LSBTIQ* mit Behinderung sind besonders aufgerufen, dem Verein als ordentliche Mitglieder beizutreten. Die einen tun dies als „Einzelmitglied“, die anderen als „korporatives Mitglied“. Als korporatives Mitglied werden aber auch juristische Personen sowie andere nicht rechtsfähige Vereine, Gruppen, Initiativen, Projekte aufgenommen.

Ordentliche Mitglieder sind eng eingebunden in ein Netz aus Gleichgesinnten. Gemeinsam tauschen wir Erfahrungen aus, geben Hilfestellungen und entwickeln Perspektiven. Stimmrecht haben ordentliche Mitglieder oder sie vertretende Personen nur, wenn sie selbst eine Behinderung haben.

Natürliche oder juristische Personen, die dem Verein als Fördermitglieder angehören, ermöglichen durch regelmäßige Beitragszahlung vor allem die langfristige Planung unserer Arbeit und sichern die Kontinuität unserer Angebote. Sie haben kein Stimmrecht.

Jedes Mitglied erhält automatisch den queerhandicap-Newsletter: Alles Wichtige per E-Mail direkt ins heimische Postfach – Ideen, Infos, Termine und mehr. Auf Anfrage ist für Mitglieder auch der Versand per Briefpost möglich. Weiterhin winken allen Mitgliedern Ermäßigungen für die Teilnahme an queerhandicap-Treffen. (Forum queerhandicap, Mitgliedertag, Rehacare-Messe, Kirchentag)

Für Mitgliedschaft und Beitragszahlung gelten neben der Satzung die Beitragsordnung des Vereins:

Hier herunterladen: Beitragsordnung

Kann sich ein Mitglied den ermäßigten Beitrag gemäß Beitragsordnung nicht leisten, entscheidet der Vorstand gemäß § 7 der Satzung auf Antrag im Einzelfall über (zusätzliche) Ermäßigung, Befreiung oder Stundung des Mitgliedsbeitrags.

Beitrittsformulare

Um nun Mitglied von queerhandicap e.V. zu werden, ganz einfach dem passenden nachstehenden Link zum Online-Beitritt folgen:

Du willst Mitglied werden? Du hast Fragen zur Mitgliedschaft?

Tritt mit uns in Kontakt.

Vorstand queerhandicap e.V.

queerhandicap e.V. ist ein beim Amtsgericht Köln eingetragener Verein. Die Mitgliederversammlung wählt einen Vorstand. Als Vorstandsmitglieder zugelassen sind nur Personen mit einer Behinderung. Der Vorstand führt nach § 10 der Satzung die Geschäfte des Vereins zwischen zwei Mitgliederversammlungen. Alle Mitglieder der Vorstands sind gleichberechtigt und dürfen den Verein auch alleine vertreten.

Fragen an den Vorstand? – Tritt mit uns in Kontakt!


Amtierender Vorstand

Die Mitglieder des amtierenden fünften Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 29.09.2018 gewählt. Die Amtszeit beträgt regulär zwei Jahre. Es sind in der Fotogallerie oben von links nach rechts:

  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]
  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]
  • Stefan Roßteuscher [Jahrgang 1981 | München]

Immer wieder beweisen Mitglieder des Vereins Mut, in die Verantwortung als Vorstand zu gehen. Blick mit uns auf die Vorstände seit Vereinsgründung.

Vierter Vorstand queerhandicap e.V.

Amtszeit 2016 – 2018

Die Mitglieder des vierten erneut fünfköpfigen Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 14.05.2016 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 29.09.2018. Es sind in der Fotogallerie oben von links nach rechts.

  • Lothar Zirkel [Jahrgang 1968 | Münster]
  • Mimouna Ben Miloud-Bug [Jahrgang 1965 | Düsseldorf]
  • Andreas Mohr [Jahrgang 1965 | Essen]
  • Martin Feuerstein [Jahrgang 1958 | Frankfurt am Main]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]

Lothar Zirkel und Andreas Mohr verließen auf eigenen Wunsch den Vorstand vorzeitig im Oktober 2017. Der Vorstand berief an ihre Stelle provisorisch zwei andere Mitglieder des Vereins:

  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]

Dritter Vorstand queerhandicap e.V.

Amtszeit 2014 – 2016

Die Mitglieder des dritten jetzt fünfköpfigen Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 01.11.2014 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 14.05.2016. Es sind in der Fotogallerie oben von links nach rechts:

  • Andreas Mohr [Jahrgang 1965 | Essen]
  • Jan Held [Jahrgang 1975 | Essen]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]
  • Marcel Lachmann [Jahrgang 1980 | Essen]
  • Lothar Zirkel [Jahrgang 1968 | Münster]

Zweiter Vorstand queerhandicap e.V.

Gruppenfoto Vorstand queerhandicap e.V. 2012

Amtszeit 2012 – 2014

Die Mitglieder des zweiten jetzt vierköpfigen Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 14.04.2012 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 01.11.2014. Es sind auf dem Foto oben von links nach rechts:

  • Jan Held [Jahrgang 1975 | Essen]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]
  • Corrie Peters [Jahrgang 1964 | Köln]
  • Marcel Lachmann [Jahrgang 1980 | Essen]

Gründungsvorstand queerhandicap e.V.

Gruppenfoto Vorstand queerhandicap e.V. 2010

Amtszeit 2010 – 2012

Die Mitglieder des ersten Vorstands wurden bei der Gründungsversammlung am 26.06.2010 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 14.04.2012. Es sind auf dem Foto oben von links nach rechts:

  • Oskar Wagner [Jahrgang 1982 | Lörrach]
  • Corrie Peters [Jahrgang 1964 | Köln]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]