Aktuelles

queerhandicap erhält Selbsthilfepreis

Initiative für NRW-Treffen ausgezeichnet

Der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte hat die LAG queerhandicap NRW mit dem Selbsthilfepreis 2009 ausgezeichnet. Übergeben wurde der Preis durch die Bundesbeauftragte für Behinderte in Berlin.

Zum zweiten Mal vergab der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) den Selbsthilfepreis für herausragende Aktivitäten gegenseitiger Unterstützung und Integration behinderter Menschen. Aus 125 Bewerbungen wählte eine Jury 3 Projekte aus.

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten preis erhielt das gemeinsame Fußballtraining von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Preis erhielt ein Verein aus Neumünster mit einem Kunstprojekt.

Die LAG queerhandicap NRW wurde als eine überregionale Initiative von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Das von ihre eingereichte Projekt „NRW- Treffen 2009“ diene der besseren Vernetzung, der Entwicklung eigener Perspektiven und der gemeinsamen Stärkung des Selbstbewusstseins.

Im Rahmen eines Festaktes zum 50-Jahrs-Jubiläum des Bundesverband wurde der Selbsthilfepreis am 30.04.2009 in Berlin durch die Bundesbeauftragte für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, vergeben.

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 28.000 Mitgliedsfamilien. Er vertritt u.a. die Interessen behinderter Menschen gegenüber Gesetzgeber, Regierung und Verwaltung.

Weitere Informationen unter:
www.bvkm.de

Reto, Hannes, Max

hinnerk über Schwule mit Behinderung

Das Hamburger Magazin „hinnerk“ gibt einen Einblick in das Leben von Schwulen mit Behinderung. Die Septemberausgabe 2008 bietet O-Ton von Betroffenen und ein paar weitergehende Infos.

Die Septemberausgabe 2008 der hinnerk porträtiert drei Schwule mit Behinderung.

Vorgestellt wird Reto. Aufgewachsen in Südafrika, gründete er vor drei Jahren die Selbsthilfegruppe „SBH – Schwul und Behindert Hamburg“. Reto wehrt sich gegen Zurücksetzung, etwa während seiner Zeit in einer Werkstatt für Behinderte: „In dieser Einrichtung habe ich mich nach langer Zeit wieder behindert gefühlt“. Eine Fachfrau fordert mehr Respekt und Offenheit, auch im Bereich Sexualität: „Aufklärung ist das A und O! Je besser unsere Bewohner aufgeklärt sind, desto besser können sie mit ihrer Sexualität umgehen“.

Vorgestellt wird Hannes. Er ist gehörlos und bewegt sich selbstbewußt durch die Homo-Szene. Vielen anderen Lesben und Schwule mit Behinderungen geht es offenbar nicht so. Der Beitrag verdeutlicht, woran das liegt und was man tun kann.

Vorgestellt wird Maximilian Dorner. Er ist Autor des Buches „Mein Dämon ist ein Stubenhocker“. Offensiv konfrontiert er dort den Leser mit seinem Leben mit MS. Doppelt diskriminiert fühle er sich aber nicht: „Nur wenige Männer kommen mit mir klar – aber das war schon vor meiner Erkrankung so. Durch sie werde ich nur noch radikaler“.

Weitere Infos: hinnerk, Ausgabe September 2008, Seite 8 ff.

Bildquelle:
Archiv queerhandicap

(Kein) Handicap im Liebesleben?

Zwei Magazine auf Spurensuche

REHACARE.de macht „Doppelte Randgruppen“ zum Thema des Monats August 2008. Das Magazin Handicap widmet sich in Sommerausgabe 2008 dem Liebesleben und schon 2004 dem „unsichtbaren Handicap“.

„Doppelte Randgruppen“ sind das Thema des Monats August 2008 unter REHACARE.de. Es handelt sich dabei um das Internetportal der jährlichen Rehacare-Messe in Düsseldorf.

Zum einen gibt es hier ein Interview mit einer alleinerziehenden Mutter eines behinderten Kindes. Zum anderen finden sich Erfahrungsberichte von Corrie Peters und Thomas Rattay zur Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Behinderung.

Die Rehacare-Messe ist alljährlich einer der zentralen Anlaufpunkte kommerzieller, wie auch sozialer Akteure rund um das Thema Behinderung. Das nächste Mal findet sie statt vom 15.-18.10.2008.

Unter dem Titel „Das unsichtbare Handicap“ beleuchtete die Zeitschrift „Handicap“ bereits 2004 sehr ausführlich die Lebenssituation von Lesben und Schwulen mit Behinderung.

Der LAG queerhandicap NRW liegt nun die Handicap-Ausgabe Sommer 2008 vor. Das „Magazin für Lebensqualität“ – so der Untertitel – stellt sich hier mit einem wiederum ausführlichen Schwerpunkt dem „Handicap im Liebesleben“.

Eine Reihe der mannigfaltigen Aspekte des Themas werden berührt:

  • Wie vertragen sich Liebesleben und Assistenzbedarf?
  • Welche Liebestechniken und Hilfsmittel sind für mich geeignet?
  • Welche Verhütungsmethode paßt zu welcher Behinderung?
  • Was ist zu beachten bei Inkontinenz?
  • Wie ist meine Behinderung vereinbar mit einem Kinderwunsch?
  • Wie komme ich in einen Swingerclub?

Vorgestellt wird ferner die Arbeit der „Schatzkiste“, einer Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung. Abgerundet wird das Ganze mit Hinweisen auf weiterführende Literatur und einigen Linkempfehlungen.

Weitere Infos:
 http://www.rehacare.de
 http://www.handicap.de

http://www.handicap.de/modules.php?name=News&file=article&sid=132

Bildquelle:
Archiv queerhandicap

Ursula Eggli unvergessen

„Mein Abschied soll ein Fest sein“

Villa Donnersmark in Berlin lädt am 04.07.08 zu einem gemeinsamen Erinnern an Ursula Eggli.

Ursula Eggli, Schriftstellerin und Kämpferin für Verständnis und Anerkennung, ist in der Nacht zum 2. Mai 2008 gestorben.

Die Villa Donnersmark in Berlin lädt nun am 04.07.08 zu einem Abend des Erinnerns und des Abschieds: „Villa Talk: Ursula Eggli unvergessen“.

In ihrem 1977 veröffentlichtes Buch „Herz im Korsett“ beschreibt sie erstmalig die Situation einer behinderten Frau, „die den herkömmlichen Erwartungen an die Rolle einer Frau als (Sexual-)Partnerin und Mutter nicht entspricht.“. Das Werk gilt als Meilenstein der Behinderten- und Frauenbewegung. (vgl. Weiberzeit Nr. 6, Januar 2005, Seite 8)

Später verliebt sie sich in eine Frau. „Ursula ist mit dabei, als sich Anfang der neunziger Jahre behinderte Lesben und Schwule im Waldschlößchen bei Göttingen treffen, um sich gegenseitig über Diskriminierungen auszutauschen und an die Öffentlichkeit zu treten.“ (ebenda).

Eggli riet Lesben und Schwulen mit Behinderung: „Es ist wichtig, dass wir ein stolzes Bewusstsein entwickeln, als Andersseiende, als Freaks, weg von der Norm. Dann können wir vielleicht auch solidarisch sein miteinander.“ (Eggli: ‚Normal‘ ist für einen Freak das schlimmste Schimpfwort. In: Magnus, Heft 12, 1994, Seite 31)

Am 04. Juli 2008 sind nun Freundinnen Egglis zu Gast in der Berliner Villa Donnersmarck. Birgit Stenger, Daniela von Raffay und Petra Wittrin kommen zum Villa Talk, bei dem ursprünglich Ursula Eggli ihre Lebensgeschichten erzählen wollte.

Weitere Infos zum Villa Talk am 04.07.08:

https://www.fdst.de/aktuellesundpresse/aktuell/2008/ursulaeggli/

Bildquelle:
bizeps.at

10783 Berlin \\ Szene-Tipp \\

Lesbenberatung Berlin

Ort für Kommunikation, Kultur, Bildung und Information e.V.

Kulmer Str. 20a | 10783 Berlin-Schöneberg
U Bülowstraße (Aufzug!)

Hier gibt es Angebote speziell für Lesben, Bisexuelle und Trans* mit Behinderungen.

Die Lesbenberatung Berlin versteht sich als „Beratungs- und Kommunikationszentrum (…) für lesbische und bisexuelle Frauen und Mädchen, Trans* sowie alle Frauen und Mädchen in Krisen- und Konfliktsituationen – egal welchen Alters, welcher Nation und welcher Kultur.“ Es gibt Beratung, Einzel- und Paartherapie, regelmäßige Gruppenangebote, Kaffee, Kekse und Kontakte sowie eine Bibliothek zum Schmökern und Ausleihen von Büchern.

Die Räume der Lesbenberatung im vierten Stock sind nach einer Spendenaktion seit Dezember 2007 über einen eingebauten Fahrstuhl stufenlos erreichbar. Türschwellen wurden abgesenkt, die Sanitäreinrichtungen rollstuhlgerecht gestaltet. Einige Tische sind unterfahrbar. Auf Anfrage werden Beratungen und Veranstaltungen mit einer Gebärdendolmetscherin durchgeführt.

ÖPNV-Anschluss ab Hauptbahnhof:

Mit S-/U-Bahn: S-Bahn-Linien 5, 9 oder 75 (Richtung Westkreuz/Spandau) bis Bahnhof Zoologischer Garten. Dort umsteigen in die U-Bahn-Linie 2 (Richtung Potsdamer Platz, Pankow) bis Bülowstraße. Zur Lesbenberatung der Bülowstraße in Fahrtrichtung folgen, anschließend der abzweigenden Kulmer Straße. Das Ziel befindet sich nach etwa 400 m auf der rechten Seite.

Mit Niederflurbus: M 85 bis Goebenstraße.

Weitere Infos sowie die aktuellen Öffnungszeiten:
 https://www.lesbenberatung-berlin.de

Stand: Mai 2012

Vorstand queerhandicap e.V.

queerhandicap e.V. ist ein beim Amtsgericht Köln eingetragener Verein. Die Mitgliederversammlung wählt einen Vorstand. Als Vorstandsmitglieder zugelassen sind nur Personen mit einer Behinderung. Der Vorstand führt nach § 10 der Satzung die Geschäfte des Vereins zwischen zwei Mitgliederversammlungen. Alle Mitglieder der Vorstands sind gleichberechtigt und dürfen den Verein auch alleine vertreten.

Fragen an den Vorstand? – Tritt mit uns in Kontakt!


Amtierender Vorstand

Die Mitglieder des achten und aktuell amtierenden Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 21.03.2026 gewählt. Die Amtszeit beträgt regulär zwei Jahre.

Immer wieder beweisen Mitglieder des Vereins Mut, in die Verantwortung als Vorstand zu gehen. Blick mit uns auf den amtierenden und die ehemaligen Vorstände seit Vereinsgründung.

Siebter Vorstand queerhandicap e.V.

Amtszeit 2023 – 2025

Die Mitglieder des siebten Vorstands wurden auf der Mitgliederversammlung am 22.04.2023 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 21.03.2026. Es sind:

  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Norbert Eiben [Jahrgang 1959 | Bremerhaven]
  • Angela Hermann [Jahrgang 1986 | Bonn]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]
  • Michael Kamphus [Jahrgang 1972 | Holtgast/Ostfriesland]
  • Ulla Kenntner [Jahrgang 1964 | Sontheim an der Brenz]

Norbert Eiben verließ auf eigenen Wunsch den Vorstand vorzeitig im Juni 2023.

Sechster Vorstand queerhandicap e.V.

Amtszeit 2021 – 2023

Die Mitglieder des sechsten Vorstands wurden auf der Mitgliederversammlung am 17.04.2021 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 22.04.2023. Es sind:
  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]
  • Ulla Kenntner [Jahrgang 1964 | Sontheim]
  • Dirk Kluwig [Jahrgang 1974 | Köln]
  • Jens Uwe Lidy [Jahrgang 1967 | Köln]
  • Tara Strake [Jahrgang 1967 | Münster]
Dirk Kluwig und Tara Strake verließen auf eigenen Wunsch den Vorstand vorzeitig im Dezember 2022. Der Vorstand berief an ihre Stelle provisorisch zwei andere Mitglieder des Vereins:
  • Angela Hermann [Jahrgang 1986 | Bonn]
  • Michael Kamphus [Jahrgang 1972 | Holtgast/Ostfriesland]

Fünfter Vorstand queerhandicap e.V.

Amtszeit 2018 – 2020

 

Die Mitglieder des fünften Vorstands wurden auf der Mitgliederversammlung  am 30.09.2018 gewählt. Die Amtszeit hätte gemäß Satzung 2020 enden sollen. Coronabedingt endete die Amtszeit dieses Vorstands aber erst am 16.04.2021. Es sind in der Fotogallerie oben von links nach rechts:

  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]
  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]
  • Stefan Roßteuscher [Jahrgang 1981 | München]

Vierter Vorstand queerhandicap e.V.

Amtszeit 2016 – 2018

Die Mitglieder des vierten erneut fünfköpfigen Vorstands wurden bei der Mitgliederversammlung am 14.05.2016 gewählt. Die Amtszeit dieses Vorstands endete am 29.09.2018. Es sind in der Fotogallerie oben von links nach rechts.

  • Lothar Zirkel [Jahrgang 1968 | Münster]
  • Mimouna Ben Miloud-Bug [Jahrgang 1965 | Düsseldorf]
  • Andreas Mohr [Jahrgang 1965 | Essen]
  • Martin Feuerstein [Jahrgang 1958 | Frankfurt am Main]
  • Cindy Dillmann [Jahrgang 1957 | Köln]

Lothar Zirkel und Andreas Mohr verließen auf eigenen Wunsch den Vorstand vorzeitig im Oktober 2017. Der Vorstand berief an ihre Stelle provisorisch zwei andere Mitglieder des Vereins:

  • Nicolas Bellm [Jahrgang 1986 | Heidelberg]
  • Peter Hölscher [Jahrgang 1953 | Düsseldorf]